KFZ-Werkstatt eröffnen

Wie man eine KFZ-Werkstatt eröffnet

Viele Mechaniker denken darüber nach, sich selbstständig zu machen. Die eigenen Werkstatt kann aus verschiedenen Gründen eine gute alternative zum Angestelltenverhältnis sein. Sei es, weil der Chef ständig die falschen Entscheidungen trifft, man sich seine Arbeit flexibler einteilen möchte, oder auch wenn man ganz einfach gerade keinen Job hat. Was man sich alles überlegen sollte, haben wir hier zusammengefasst.

Selbstständig sein ist ganz anders!

Der abgedroschene Spruch: “Selbst und ständig Arbeiten”, enthält sehr viel Wahres. Vom Mitarbeiter zum Unternehmer zu werden ist eine extreme Umstellung. Viele unterschätzen die Menge an verschiedenen Aufgaben, die auf einen zukommen und mit denen man sich vorab meist überhaupt nicht auseinandergesetzt hat. Hier nur ein paar der Dinge, die der Betreiber einer KFZ-Werkstätte neben seiner eigentlichen Arbeit als Mechaniker noch machen und können muss:

• Buchhaltung, Finanzprüfungen
• Verrechnung: Rechnungen legen und Preise kalkulieren
• Angebote legen
• Recherchieren und Bestellen von Ersatzteilen
• Lagerverwaltung
• Kundenbetreuung
• Werbung, Kundenakquise, Verkauf
• Arbeitsvorbereitung, Zeiteinteilung
• Telefondienst
• Ordnung und Sauberkeit
• Kaufentscheidungen für Geräte, Zubehör und Software
• Behördenkontakt, Inspektionen und Audits
• …

Das alles und mehr muss sich neben der eigentlichen Arbeit noch zeitlich unterbringen lassen. Es ist wichtig, sich klar zu machen, dass die Stunden, die man direkt als Arbeit verkaufen kann, nur einen Teil der Arbeitswoche ausmachen.

Marktsituation: frei, oder Marke?

In Österreich gibt es über 4000 Werkstätten. Davon sind knapp die Hälfte freie Werkstätten. In Deutschland sind diese Werte entsprechend der Größe ca 10 mal höher.

| In Österreich sperrt jeden Tag eine neue Werkstatt auf!

Wichtig ist es, sich mir diesen Punkten zu beschäftigen und auch die Umgebung gut zu kennen und sich zu überlegen, mit welchen Betrieben man sich die Kunden teilen muss.

Kosten und Finanzierung

Natürlich sollte man sich genau überlegen, ob sich das mit dem Geld ausgeht. Die Kosten sind natürlich für jeden Gründer anders. Manche starten schon mit einem eigenen Gebäude, Andere mieten und wieder Andere beginnen Ihre unternehmerische Tätigkeit gleich mit einer Baustelle und investieren kräftig in ein professionelles Auftreten. Hier eine Checkliste um möglichst alle Kosten vorher zu bedenken:
• Gebäude (Miete, Bau, Finanzierung)
• Werkstatteinrichtung (Werkbank, Hebebühne, …)
• Lager (Regale, Fässer)
• Größere Maschinen (Reifen-Montiermaschine, Prüfstände, …)
• Werkzeuge
• Sanitäreinrichtungen (Toilette, Waschbereich, …)
• Büromöbel (Tisch, Schränke, Stühle, …)
• Bürobedarf (Computer, Drucker, Papier, ….)
• Buchhaltung
• Grundlegendes Marketing (Logo, Visitenkarten, Briefpapier, ….)
• Reinigung (Reinigungskraft, Reinigungsausrüstung, …)
• Abfall (Container, Behälter, Entsorgung, …)
• Strom
• Internet
• Telefon (Handy)
• Heizung
• Wasser und Abwasser

Businessplan: sinnvoll, oder unnötig?

Oft wird der Businessplan nur als lästiges Dokument gesehen, dass von Banken gefordert wird, wenn man Geld braucht. Er zwingt einen aber auch dazu sich über alle Bereiche der Selbstständigkeit Gedanken zu machen. Es gibt viele gute Vorlagen, in denen alle wichtigen Punkte aufgelistet sind und mit den eigenen Informationen befüllt werden müssen. Es schadet bestimmt nicht, diese Punkte für sich durch zu gehen und sich zu überlegen, ob und wie die eigene KFZ Werkstatt sich entwickeln könnte. Natürlich gibt es auch viele erfolgreiche Unternehmer, die nie einen Businessplan geschrieben haben. Die Chancen, dass es wirklich klappt, sind aber deutlich besser, wenn man sich genauer überlegt, wie die ersten Jahre ablaufen sollten. Natürlich ist es nicht alltäglich für einen Techniker, sich über Finanzielles, Marketing und seine potentiellen Kunden Gedanken zu machen. Genau das muss ein selbstständiger Unternehmer aber auch können, um mit seiner Firma durchzustarten.
Vom Gründerservice der WKO gibt es Unterstützung: Businessplan-Software_Plan4You_Easy
Dieser Weg zum Businessplan ist zwar etwas detaillierter und ein paar Stunden Aufwand darf man schon für die Erstellung rechnen. Allerdings wird dadurch das Bild von der Traumwerkstatt auch deutlich genauer und man kann ein paar Problemchen vielleicht früher identifizieren und beheben.
Wem das zu aufwändig ist, der kann auch eine einfach Word Vorlage verwenden, oder einen der vielen Leitfäden für wichtige Inhalte eines Businesspans.
business-plan-so-erstellen-sie-einen-plan-fuer-ihr-business

Vorraussetzungen und Auflagen

Auch der Staat verlangt eine Menge von einem Gründer. Hier die Punkte zu denen man sich bezüglich Auflagen und Vorraussetzungen für seine eigene KFZ-Werkstatt informieren sollte:
• Gewerbeberechtigung (mehr auf der WKO Seite)
• KFZ-Meister
• Auflagen zur Betriebsstätte
• Anmeldung bei der WKO

Werkstatt ohne Meister

Herr der eigenen KFZ Werkstatt auch ohne Meisterbrief?
Es ist ein harter Kampf bis man sich Meister nennen darf. Ein viertel Jahr und 8.000€ – 10.000€ darf man schon rechnen. Ganz zu schweigen, dass man in der Zeit wohl kaum auch noch arbeiten kann. Wer einen KFZ Meisterbrief besitzt, nimmt seinen Beruf offensichtlich sehr ernst und ist auf jeden Fall fähig eine KFZ Werkstatt ordentlich zu führen. Doch auch ohne, geht es unter bestimmten Umständen…
Nach 6 Jahren in einer leitenden Position, oder aufgrund der Nachsichtregelung (§28 der Gewerbeordnung), kann eine KFZ-Werkstätte auch ohne einen KFZ-Meister betrieben werden. Aufgrund dieser Regeleung kann man nach einschlägiger Ausbildung (HTL, Hochschule, BHS) und einer entsprechenden Berufserfahrung sein KFZ-Unternehmen auch ohne Meisterbrief gründen.
mehr Infos dazu in einem Artikel der Auto und Wirtschaft: Werkstatt ohne Meister

  1. Recherchieren

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    Zuerst solltest du dir klar machen, was für Aufgaben du als Unternehmer haben wirst:

    • Buchhaltung, Finanzprüfungen
    • Verrechnung: Rechnungen legen und Preise kalkulieren
    • Angebote legen
    • Recherchieren und Bestellen von Ersatzteilen
    • Lagerverwaltung
    • Kundenbetreuung
    • Werbung, Kundenakquise, Verkauf
    • Arbeitsvorbereitung, Zeiteinteilung
    • Telefondienst
    • Ordnung und Sauberkeit
    • Kaufentscheidungen für Geräte, Zubehör und Software
    • Behördenkontakt, Inspektionen und Audits
    • usw.

  2. Kosten und Finanzierung Planen

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    Am besten erstellst du dir einen Kostenplan, den einen eigenen Betrieb zu gründen, ist mit vielen Kosten verbunden.
    Hier ein paar Beispiele:

    • Gebäude (Miete, Bau, Finanzierung)
    • Werkstatteinrichtung (Werkbank, Hebebühne, …)
    • Lager (Regale, Fässer)
    • Größere Maschinen (Reifen-Montiermaschine, Prüfstände, …)
    • Werkzeuge
    • Sanitäreinrichtungen (Toilette, Waschbereich, …)
    • Büromöbel (Tisch, Schränke, Stühle, …)
    • Bürobedarf (Computer, Drucker, Papier, ….)
    • Buchhaltung
    • Grundlegendes Marketing (Logo, Visitenkarten, Briefpapier, ….)
    • Reinigung (Reinigungskraft, Reinigungsausrüstung, …)
    • Abfall (Container, Behälter, Entsorgung, …)
    • Strom
    • Internet
    • Telefon (Handy)
    • Heizung
    • Wasser und Abwasser

    Wie man einen Kostenplan erstellt:
    https://www.mr-investment.de/kostenplan-erstellen/

  3. Buisnessplan erstellen

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    Oft wird der Businessplan nur als lästiges Dokument gesehen, dass von Banken gefordert wird, wenn man Geld braucht.
    Er zwingt einen aber auch dazu sich über alle Bereiche der Selbstständigkeit Gedanken zu machen.
    Natürlich ist es nicht alltäglich für einen Techniker, sich über Finanzielles, Marketing und seine potentiellen Kunden Gedanken zu machen. Genau das muss ein selbstständiger Unternehmer aber auch können, um mit seiner Firma durchzustarten.

    Hier ein Artikel dazu:
    https://www.finanz.at/business/businessplan/

  4. Klärung der Vorraussetzungen und Auflagen


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    Auch der Staat verlangt eine Menge von einem Gründer. Hier die Punkte zu denen man sich bezüglich Auflagen und Vorraussetzungen für seine eigene KFZ-Werkstatt informieren sollte:

    • Gewerbeberechtigung (mehr auf der WKO Seite)
    • KFZ-Meister
    • Auflagen zur Betriebsstätte
    • Anmeldung bei der WKO

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